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Design ist immer politisch

Dieser Artikel gibt einen Eindruck der Frontend Conference Eröffnungsrede von Mike Monteiro – How to Fight Fascism.

Ich bin UX-Architect habe einen Designhintergrund und ein grosses Interesse an UCD (User centered Design), arbeite gern mit Menschen, mag gutes User Interface, gute kontextbezogene Benutzerführung. Ich ging mit grosser Vorfreude zur FEC17, einen Sprung von meiner Haustür entfernt, da ich bereits letztes Jahr gute Frontend- und UX-Themen-Inputs an der FEC fand.

Die Eröffnungsrede von Mike hat mich als Designer und Mensch sehr berührt. Mike war emotional und souverän, verwendete unzählige Fluchworte und sprach von seinem Manifest. Er gab dem Publikum gute Gründe, warum es Zeit ist, sich für ethische Werte einzusetzen und zeigte uns auf, warum wir uns in dieser globalen politische Situation befinden.

Deshalb entschloss ich mich gestern spontan, seine Worte zu kommentieren. Mike ist Designer, hat ein Designbüro in San Francisco in Amerika und dieses Jahr einen Workshop an der FEC durchgeführt

«Design is political». «Designers and engineers are responsible for the work they put into the world.» – Mike Monteiro startete mit einem für ihn persönlich wichtigen Thema die Eröffnungsrede der FEC17 in Zürich.

Der Nationalismus bzw. wie Mike es formuliert der Faschismus sei weltweit auf dem Vormarsch, und damit die Untergrabung von Menschenrechten und die Diskriminierung von Minderheiten.

Am Beispiel der USA beschrieb Mike, wie die führende politische Partei anhand der Bevölkerungsdichte eines Gliedstaates die Bezirksgrenzen so bestimmt, dass demokratische Schwarzamerikaner nur beschränkt als Abgeordnete des Kongresses gewählt werden können. Diese Einschränkungen wurden bewusst gesetzt, erklärte Mike. «Design is: the intentional solution to a problem within a set of contraints.» Am Beispiel von Apple zeigte er auf, wie grosse Firmen handeln können. Z.B. lehnte es Apples CEO Tim Cook aus ethischen Gründen ab, eine Software zur Entschlüsselung von iPhone-Benutzerdaten zu entwickeln.

Mike forderte das Publikum auf, sich als Gatekeeper der digitalen Welt zu begreifen. Es sei unsere Aufgabe als Bürger im digitalen Zeitalter, unsere ethischen Werte zu vertreten. «Don‘t follow orders.» – Fragt euch, wofür Ihr eintretet. Hinterfragt, ob ihr den Auftrag ethisch vertreten könnt.

Diese Rede hat mich wachgerüttelt und mir bewusst gemacht, dass ich mit jeder Entscheidung die Wahl habe.

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