Versetze Dich immer in die Lage deiner Nutzer

In diesem Artikel beziehe ich mich auf die Präsentation von Sarah Semark an der Frontend Conference am 1. September 2017 mit dem Thema: «Empathy for Introverts».

Dieser Keynote-Titel hat mich sehr angesprochen: Weniger weil ich denke, sehr introvertiert zu sein, sondern mehr, weil ich es als sehr wichtig erachte, in meinem Beruf als Designerin ein empathischer Mensch zu sein.

Als ich vor über einem Jahr an meiner Diplomarbeit schrieb, hatte ich so einige Schwierigkeiten damit, mich in meine Zielgruppe (65+) hineinversetzen zu können. Ich musste viel Zeit mit Senioren verbringen, beobachten, wie sie mit Geräten umgehen, wo grundsätzliche Probleme im Alltag bestehen und wie sie kommunizieren, um zu lernen, was meine Zielgruppe bewegt und beschäftigt.

Kein Mensch gleicht dem anderen – und auch wenn man sich oberflächlich vielleicht sogar ähnlich sieht, kann man dennoch grundverschieden sein. Ich mag keine Schubladen und eigentlich auch nicht das Wort «Zielgruppe». Ich baue Produkte für Menschen – nicht für vordefinierte Gruppen.

Die Definitionen lassen auch oft zu wünschen übrig – vielleicht sind die Informationen, die für mich als Designer relevant sind, nirgends erfasst? Vielleicht kennt mein Kunde seine Kunden gar nicht so gut, wie er sollte?

Um einen tieferen Einblick in die Nutzer, ihr Verhalten und ihre Bedürfnisse zu gewinnen, sollten wir also deren Perspektive einnehmen und ihr Umfeld kennen. Die Wirkung auf uns wird erst dann verstärkt, wenn wir am eigenen Leib erfahren, was es bedeutet, in dieser Situation zu sein.

«Probleme suchen, um Lösungen zu finden, die ein breites Spektrum an Personas abdecken».

Empathie kann man lernen und trainieren – zum Beispiel durch Meditation, mehr Aufmerksamkeit und Neugier im Alltag, Offenheit meinen Mitmenschen gegenüber, durchs Geschichten erzählen oder Bücherlesen.

Zugänglichkeit ist kein Hindernis – sondern ein Mehrwert, von dem alle Nutzer profitieren. Sarah hat eine Buchempfehlung abgegeben, der ich mich gerne anschliesse: «Build better Products» von Laura Klein – ein must read für Designer.

humanize technology!

Finden Sie mehr Wissenswertes hier zu Usability, User Research und User Experience.

UX design, WebVR and the Hierarchy of needs

Einen Vortrag, den ich mir aus dem Konferenzprogramm der FEC17 ausgewählt habe, ist der von Michaela Lehr “More ways to make your user sick – about WebVR and UX Design”. VR – virtuelle Realität ist ein Schlüsselwort der Digitalisierung. Ich war vor allem neugierig, welche VR-Standards es gibt und wie virtuelle Realität im Web angewendet wird.

Design ist immer politisch

Dieser Artikel gibt einen Eindruck der Frontend Conference Eröffnungsrede von Mike Monteiro – How to Fight Fascism.

Ich bin UX-Architect habe einen Designhintergrund und ein grosses Interesse an UCD (User centered Design), arbeite gern mit Menschen, mag gutes User Interface, gute kontextbezogene Benutzerführung. Ich ging mit grosser Vorfreude zur FEC17, einen Sprung von meiner Haustür entfernt, da ich bereits letztes Jahr gute Frontend- und UX-Themen-Inputs an der FEC fand.