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5 Trends im E-Commerce, die Sie nicht verpassen sollten

  • David Schmidt

An E-Commerce kommt niemand mehr vorbei. In unserer schnelllebigen digitalen Zeit gehören Online-Käufe zur Tagesordnung. Nur wer den Kunden in den Fokus stellt, schafft durch positive Einkaufserlebnisse die Grundlage für eine langfristige Kundenbeziehung. Doch wie gelingt das und wo geht der digitale Trend hin?

1. Omnichannel

Die Nutzung unterschiedlicher Kanäle wie ein Ladengeschäft, ein Smartphone, ein Tablet und einen PC oder Laptop im Rahmen eines einzigen Kaufprozesses ist die Regel geworden. Insbesondere für Produkte, bei denen die Haptik eine grosse Rolle spielt, ist das Zusammenspiel zwischen On- und Offline-Kanälen ein Erfolgsfaktor.

Omnichannel verfolgt den Ansatz, an allen Kanälen die gleichen Informationen und Services bzw. Angebote zur Verfügung zu stellen. Die Kunden können somit nahtlos zwischen unterschiedlichen Kanälen wechseln.

Ein mittlerweile weitverbreiteter Service ist der Kauf über einen Online-Kanal und die Abholung der Ware im Ladengeschäft. Auf diese Weise kann z.B. eine Kleider-Anprobe im Geschäft durchgeführt und die Retoure direkt an Ort und Stelle abgewickelt werden. Dieser Service wird auch BOPIS (Buy Online – Pick Up In Store) genannt.

Ein noch weniger im Einsatz befindliches Konzept ist die Identifikation über Beacons im Ladengeschäft. Kunden, die sich registrieren lassen, können auf diese Weise durch das Personal identifiziert und somit auch besser beraten werden. Schauen wir uns hier eine mögliche Situation an: Ein Berater wird über Artikel auf der Wunschliste oder im Warenkorb aus dem Online-Kanal informiert, wenn der Kunde das Geschäft betritt. Die Identifikation erfolgt über eine App auf dem Smartphone. Eine konkrete Beratung zu den Artikeln kann dem Kunden proaktiv gewährleistet sein. So könnten Konzepte wie die Rückgewinnung von Warenkorbabbrechern kanalübergreifend entsprechend dem Omnichannel-Gedanken umgesetzt werden.

Wenn Sie mehr über Omnichannel erfahren möchten erhalten Sie weitere Informationen hier: https://www.unic.com/de/kompetenzen/unic/omnichannel-commerce

2. Artificial Intelligence (AI) / Künstliche Intelligenz (KI)

Künstliche Intelligenz ist zurzeit in aller Munde. Viele Unternehmen experimentieren mit Services der künstlichen Intelligenz. Das Thema wird aber auch kontrovers diskutiert: Einige sehen künstliche Intelligenz als den nächsten grossen Wachstumstreiber, andere befürchten gar, dass dies den Menschen irgendwann ganz ersetzt.

Wir sind überzeugt, die Art und Weise, wie Unternehmen mit Kunden interagieren, wird sich durch künstliche Intelligenz verändern. Allerdings braucht es viel mehr als den Einsatz von Technologien, damit Services intelligent sind.

Es braucht den Mut, neue Wege zu gehen. Es braucht die Bereitschaft, in Customer Journeys und die dahinterstehenden Datenströme abzutauchen, und eine ganz neue Art der Zusammenarbeit in Projektteams. Wenn alle Perspektiven gemeinsam arbeiten, entstehen Lösungen, die den Benutzer auf seiner Reise unterstützen. Nur so wird man dem Ursprung des Wortes Intelligenz gerecht: Es stammt vom lateinischen Wort «intellegere», was so viel heisst wie «verstehen». Man kann nicht einfach Maschine Daten sammeln, analysieren und daraus Aktionen ableiten lassen. Es braucht immer den Menschen, der eine Vision hat, der Zusammenhänge versteht und Szenarien skizziert.

Machine Learning

Die Erwartungen der Konsumentinnen und Konsumenten an Verfügbarkeit, Benutzerfreundlichkeit, Personalisierung, Interaktion und Inhalt sind riesig. Gleichzeitig verursacht die Digitalisierung eine Explosion der Daten, die an den verschiedensten digitalen Touchpoints entlang der Customer Journey gesammelt werden können. Diese beiden Entwicklungen fördern den Einsatz von Marketingtechnologien, die den Marketer unterstützen, die Daten zu analysieren und die richtigen Schlüsse für effektive Marketingmassnahmen zu ziehen. Zunehmend sind in diesen Applikationen Machine-Learning-Modelle integriert. Sie helfen den Marketer, die entlang der Customer Journey generierten Daten besser, schneller und exakter zu interpretieren.

Die Hauptinteressen der Marketers für Machine Learning können in drei Typen klassifiziert werden: die Vorhersage des Nutzerverhaltens, die Antizipation von Nutzerbedürfnissen und die Hyperpersonalisierung von Botschaften. Das übergeordnete Ziel von Machine Learning im Marketing ist eine persönliche, individuelle, nahtlose Interaktion mit dem Konsumenten.

Erfahren Sie mehr über Künstliche Intelligenz und Intelligente User Interfaces: https://www.unic.com/de/kompetenzen/unic/intelligente-user-interfaces

3. Headless

Headless Commerce

Ein Trend der sich weiter fortsetzt: Die Trennung von Frontend mit der reinen Darstellung je nach Kanal gegenüber dem Kunden und der Commerce-Engine zur Prozess-Verarbeitung rückt immer stärker in den Fokus. Durch diese Trennung können sich die beiden Schichten auf den jeweils wesentlichen Aspekt konzentrieren. Veränderungen der Darstellung können unabhängig von Prozessveränderungen geplant, umgesetzt und ausgerollt werden. Beim Einsatz von mehreren Kanälen wie z.B. E-Shop, Mobile App oder In-Store Devices kann die Darstellung somit für jede Ausgabe individuell optimiert werden. Die gleichen Commerce-Prozesse können übergreifend an unterschiedlichen Kanälen verwendet werden, da die gleiche Applikation diese zur Verfügung stellt.

Der Nutzen für den Kunden ist schnell ersichtlich: Über jeden Kanal kann er auf die gleichen Informationen wie seine Bestellungen, sein Warenkorb oder auch seine Merkliste zugreifen. Die Darstellung und das Layout der Services passt sich dem jeweiligen Kontaktpunkt an: Auf einem Smartphone sind die gleichen Informationen in einer anderen Darstellung auf den Screen angepasst wohingegen die gleichen Informationen am PC anders dargestellt werden, da hier entsprechend mehr Platz zur Verfügung steht. In der Zukunft können hier auch Sprachassistenten mit der Commerce-Applikation verbunden sein um z.B. die Merkliste vorzulesen.

Headless CMS

Der Headless-Ansatz bietet sich auch im Content-Management an. Hierbei werden die Inhalte unabhängig von der Darstellung erfasst und können dann auf unterschiedlichen Ausgabekanälen differenziert dargestellt werden. Die Flexibilität in der Darstellungsveränderung ist hier entsprechend dem Commerce-Ansatz ebenfalls gegeben.

Kombination aus Headless Commerce und CMS

Eine interessante Variante ist die Kombination aus Headless-Commerce und Headless CMS. Die Vorteile aus beiden Welten kombinieren sich und ergeben so eine optimale Variante, den Kunden an unterschiedlichen Touchpoints individuell, aber mit den gleichen Inhalten und Informationen zu begegnen. Dies kann noch ergänzt werden durch Microservices, die spezielle Funktionalitäten in das gleiche Look & Feel bringen.

Ist Headless interessant für Sie geworden? Gerne erhalten Sie mehr Informationen hier: https://www.unic.com/de/kompetenzen/unic/headless-cms

4. Social Commerce

Influencer und Social-Media-Beiträge sind für viele Konsumenten die erste Anlaufstelle für Inspiration und Informationsgewinnung. Egal ob man nach den neusten Fashion-Trends und Outfit-Tipps sucht, die eigenen vier Wände neugestalten möchte oder einfach nur stöbert: große, schöne Bilder und Videomaterial sind prädestiniert dafür, Produkte optimal in Szene zu setzen.

Social Media Plattformen wie Instagram oder Pinterest beginnen seit Kurzem damit, native E-Commerce Funktionalitäten in ihre Plattformen zu integrieren. Brands bzw. Händler können auf Instagram beispielsweise ihre Produkte auf Bildern taggen bzw. verlinken. Tippt ein Nutzer nun auf diesen Tag, kann er das Produkt direkt über die Plattform kaufen. Noch verlinkt Instagram dabei zwar auf den externen Webshop des Anbieters, allerdings steht die native Integration der gesamten Kauf- und Checkout-Strecke bereits in der Pipeline. Nutzer können dann vollständig innerhalb der Instagram-App kaufen, bezahlen, Retouren abwickeln etc. Der Nutzer muss die Plattform zum Shoppen somit nicht mehr verlassen – gefährlich für all diejenigen Händler, die nicht auf entsprechenden Social-Media-Plattformen präsent und für Kunden nicht sichtbar sind.

5. E-Commerce im B2B-Markt

Man sagt, der B2B-Markt hinkt dem B2C-Markt etwa fünf Jahre hinterher - aber er holt auf. Moderne und digitale E-Commerce Lösungen im B2B-Sektor werden immer relevanter und wichtiger. Denn: Bestellungen werden hier heutzutage noch immer persönlich abgewickelt. Katalog- und Telefonbestellungen mit oder ohne persönlichen Betreuer sind auch heute noch üblich. Die Transformation hin zum digitalen Kanal schafft auf der einen Seite Effizienzgewinne in der Bestellabwicklung und auf der anderen Seite Raum für die wichtige Beziehungsgestaltung zwischen Aussendienst und Kunde.

Viele Online-Shops im B2B-Sektor wirken heutzutage noch verstaubt, veraltet und wenig attraktiv – verwunderlich, denn auch hier sind es Menschen, die die Plattformen benutzen und genauso Ästhetik, eine optimierte Usability und durchdachte User Experience präferieren. Gerade weil man es im B2B-Markt mit professionellen Käufern zu tun hat und oftmals große Volumina gehandelt werden, sollte man auf diese besonders eingehen und sowohl sie als auch ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt stellen. Professionelle Käufer haben sehr hohe Erwartungen an den Shop, die Produktdaten und die Abwicklung der Bestellungen. Schafft man es hier aber eine gute Lösung zu liefern, bietet es große Chancen und Möglichkeiten für Unternehmen. Weiterhin können Service-Angebote effizienter digital angeboten werden und somit zusätzlich zur Kundenbindung beitragen.

Ist E-Commerce im B2B-Umfeld genau Ihr Thema und möchten Sie noch mehr darüber erfahren? Besuchen Sie unsere Kompetenzseite: https://www.unic.com/de/kompetenzen/unic/e-commerce

Was bringt die Zukunft und wie können wir Sie unterstützen?

Auch in den kommenden Jahren wird alles noch schneller, innovativer und vernetzter sein. Unic kennt die oben genannten Trends genau – ob E-Commerce im B2B/B2C, Omnichannel Commerce oder Fragen rund um das Thema Headless. Seit mehr als 20 Jahren sind wir mit der Realisierung von E-Commerce und E-Business-Projekten vertraut. Sprechen Sie uns gerne an: Gemeinsam identifizieren wir die für sie relevanten Anwendungsszenarien dieser Trends: Damit sie keine Zukunftsmelodie sind, sondern erlebbar werden. Unsere Experten freuen sich auf Ihre Anfrage!

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2017 – Trends, Business Cases und strategische Schritte

Die Kundenerwartungen sind höher als je zuvor: Der Faktor Erlebnis wird bei Kaufentscheidungen zunehmend wichtiger als der Preis oder spezifische Produkteigenschaften. Unternehmen müssen sich 2017 damit beschäftigen, wie sie ihre Kunden digital begeistern können.