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DataLayer – Best Practice oder veraltetes Konzept?

  • Unic-Autor

Ob dataLayer, utag.data oder digitalData: Der DataLayer ist im Digital-Analytics-Umfeld nicht mehr wegzudenken. Was einst als «Customer Experience Digital Data Layer 1.0» (CEDDL) eingeführt wurde, hat sich heute zu einer richtigen Wissenschaft entwickelt. Neueste Entwicklungen zeigen, dass sich dieses Konzept stark verändert. In einer Welt mit Single-Page Applications und Event-getriebenen Webseiten wird oftmals von einem «Event Driven Data Layer» gesprochen (EDDL). Wird der EDDL nun den CEDDL ablösen?

Die Entstehung: der CEDDL

Das Dokument zum Customer Experience Digital Data Layer wurde im Dezember 2013 publiziert. Es wurde von mehreren Autoren aus dem Digital-Marketing-Umfeld entwickelt. Ziel war es, die Datensammlung (verschiedener Tools) zu standardisieren. Daraus entstanden ist ein Standard-JavaScript-Objekt, welches Daten über das Verhalten des Nutzers sammelt und diese in einer einheitlichen Form den verschiedenen Vendors zur Verfügung stellt. Solche Daten können sein: Seiteninformationen wie Seitenname, aktuelle URL, angeklickte Elemente oder auch Informationen über den Nutzer, beispielsweise, ob er eingeloggt ist oder nicht. Der CEDDL ist dabei verschachtelt aufgebaut:

digitalData = {

page : {

pageInfo : {

pageName: ‘Home Page’

Im Laufe der Zeit haben Tag-Management-Anbieter ihre eigenen DataLayer entworfen, oder empfehlen das Verwenden eines DataLayers. Das Layout sieht dabei von Anbieter zu Anbieter ganz anders aus. Tealium verwendet ihren Standard DataLayer “utag.data”, welcher im Unterschied zum CEDDL flach aufgebaut ist:

utag.data = {

page_pageInfo_pageName : ‘Home Page’,

page_pageInfo_url : ‘https://www.unic.com/de’

Die Zukunft: der EDDL

Der Event-Driven Data Layer wurde erstmals in einem Blogpost von Jim Gordon im April 2019 erwähnt. Auslöser war die Publikation des neuen Tag-Management-Systems von Adobe, «Adobe Launch». Das Problem dabei war, dass Adobe keine Empfehlungen zu einem DataLayer abgegeben hat. Der oft referenzierte CEDDL ist gemäss Jim Gordon ineffizient. Er behauptet auch, dass der CEDDL eine geeignete Einführung in das Konzept des DataLayers sei, jedoch nicht mehr den heutigen Anforderungen entspreche.

Der EDDL wird kurzum als Event Listener beschrieben, welcher auf einen dataLayer.push()-Befehl wartet. Die Applikation teilt dem EDDL also mit, welche Events wann ausgeführt werden sollen. Der dataLayer.push()-Befehl befüllt einerseits den DataLayer mit den entsprechenden Werten, andererseits wird ein Event im Tag Management ausgelöst. Somit basiert das ganze Konzept, wie es der Name schon sagt, auf Events, wobei auch der Pageview ein Event darstellt. Beispielsweise wird dieser Event ausgelöst, sobald alle Informationen vorhanden sind, z. B. bei DOM Ready.

Im Gegensatz zum CEDDL ist der EDDL Tool-agnostisch, da für das Auslösen von Events eine Standard Array (.push)-Funktion verwendet wird. Man ist daher nicht abhängig von proprietären Funktionen. Dies vereinfacht auch die Kommunikation sowie das Arbeiten mit den Entwicklern.

Unsere Empfehlung

Ob CEDDL, EDDL oder eigener DataLayer: Bei jedem Projekt muss evaluiert werden, in welcher Form der DataLayer integriert wird. Oftmals wird auch eine hybride Lösung implementiert, eine Kombination von CEDDL und EDDL.

Gerne unterstützen wir Sie bei der Konzeption und Umsetzung Ihres DataLayers. Kontaktieren Sie uns jetzt: analytics@unic.com.

Quellen:

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