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Lernen und Entlernen – aus der Holacracy-Praxis Teil 1

Ivo BättigJanuar 2018

Sachen lernen und entlernen

Mit der Einführung von Holacracy gilt es, verschieden Sachen dazuzulernen:

  • neue Prozesse

  • neue Rollen

  • eine Verfassung

  • Best-Practices

  • die Selbstorganisation und vieles mehr

Nicht nur, aber auch als (ehemaliger) Manager geht es zudem darum, Sachen zu «entlernen». Wir müssen Gewohnheiten, welche wir über die Jahre entwickelt haben, hinterfragen sowie neu und anders anwenden. Dabei handelt es sich unter Umständen sogar um Gepflogenheiten, welche mich in einem klassischen System erfolgreich gemacht haben (z.B. Delegation, Kontrolle, Machterweiterung, Seilschaften bilden, Übersteuern).

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Wir organisieren uns nach Holacracy

Holacracy

Loslassen

Als (ehemaliger) Manager musst du lernen, Dinge loszulassen. Das heisst jedoch nicht, Dinge einfach fahren zu lassen. Sondern man muss sich fragen, ob der gerade behandelte Vorschlag sicher genug ist und keinen bleibenden Schaden hinterlässt. Wir wollen ja schliesslich die Kompetenzen aller nutzen und auch Sachen ausprobieren. Ohne dies entsteht keine schnelle Anpassungsfähigkeit und auch kaum Neues. Das heisst, es gilt sich stets die Frage zu stellen: «Safe enough to try?»

Maturitätsfrage

Man macht Holacracy nicht richtig oder falsch. Die Ratifizierung in Form einer Machtabgabe an die Prozesse der Verfassung ist sehr absolut, doch alles andere ist eine Frage der Maturität, das heisst, wie man Holacracy lebt. In einer tiefen Maturität zu starten ist ganz ok – mit der Absicht sich stets zu verbessern und eine bessere Praxis zu entwickeln.

Prozess und Kultur

Bei der Einführung von Holacracy hat man Respekt vor den komplexen und ungewohnten Prozesse. Doch diese hat man sehr schnell im Griff. So richtig schwierig wird es der Kultur der Selbstorganisation. Diese gilt es zu entwickeln, und das dauert in der Regel deutlich länger als die Prozessadaption.

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