Wandern in den Schweizer Alpen

Switzerland.com: Content als Service, nicht nur Information

Carmen Candinas

Carmen CandinasFebruar 2026

In Kürze

  • Ausgangslange: Viele Inhalte beschreiben Orte oder Erlebnisse, helfen aber nicht bei der Planung

  • Neuer Fokus: praktische Informationen statt generischer Beschreibungen

  • Umsetzung: Start mit den meistbesuchten Reiseziel- und Erlebnis-Seiten

Was Reisende wirklich wissen wollen

Was kann man am Rheinfall in Schaffhausen erleben? Welche Sehenswürdigkeiten gibt es in Zürich und Umgebung? Wie viel Zeit sollte ich für die Aareschlucht einplanen? Wer einen Ausflug plant, sucht Antworten auf konkrete Fragen. Das wissen wir aus einer Nutzer:innen-Befragung – und dass sie die Antworten nicht immer so schnell finden, wie sie es sich wünschen.

Planungshilfen statt Lexikoneinträge

Bei einem stichprobenartigen Audit bestehender Seiten auf Switzerland.com zeigte sich ein wiederkehrendes Muster: Viele Inhalte lasen sich wie Lexikoneinträge. Ausführlich und sachlich korrekt, aber wenig hilfreich für Menschen, die einen Ausflug planen möchten. Die Texte erklärten Geschichte und Hintergründe, statt zu zeigen, was Besuchende dort tun können.

Wer einen Ausflug plant, braucht aber praktische Informationen: Lohnt sich der Besuch? Wie viel Zeit sollte ich einplanen? Was erwartet mich vor Ort?

Information ist Service

Bei der Neukonzeption der Reiseziel- und Erlebnisseiten haben wir konsequent die Perspektive gewechselt. Statt zu fragen «Was können wir über diesen Ort erzählen?» haben wir gefragt: «Was wollen Besuchende wissen, um dieses Erlebnis planen zu können – und in welcher Form?»

Aus einer Beschreibung des Rheinfalls wird so eine Planungshilfe. Aus einem Text über die Geschichte einer Burg wird ein konkreter Besuchsvorschlag mit Zeitangaben. Gute Inhalte bieten jedoch mehr als reine Fakten. Deshalb haben wir gezielt Tipps und Erfahrungswissen in die Texte eingebaut: Empfehlungen aus erster Hand, die den Besuch wirklich bereichern.

Zwei Seitentypen, ein Prinzip

Wir haben uns auf die beiden wichtigsten Seitentypen konzentriert: Reiseziele und Erlebnisse. Zusammen machen sie über 5000 Seiten aus und gehören damit zu den relevantesten Inhalten auf Switzerland.com. Beide verfolgen unterschiedliche Ziele, haben aber dasselbe Grundprinzip: helfen statt beschreiben. Reiseziel-Seiten funktionieren als digitale Reiseführer, Erlebnis-Seiten liefern die wichtigsten Hinweise für einen Ausflug oder eine Aktivität.

Optimieren statt neu bauen

Nicht jede Verbesserung braucht einen kompletten Relaunch. Schon gezielte Anpassungen an Struktur und Formulierung können die Nutzererfahrung deutlich verbessern – und manchmal hilft auch Weglassen.

Zwei Beispiele:

  • Bei den Reiseziel-Seiten mussten Nutzende früher weit nach unten scrollen, um die Highlights einer Stadt oder Region zu finden. Jetzt stehen sie prominent am Anfang der Seite, dort, wo User sie erwarten.

  • Bei den Erlebnis-Seiten haben wir redundante Inhalte entfernt, die an anderer Stelle auf der Website bereits vorhanden sind.

Solche Optimierungen lassen sich oft mit kleinen Anpassungen im CMS umsetzen – ohne neue Komponenten entwickeln zu müssen. Schauen Sie selbst: Grindelwald, Luzern oder Gelmerbahn.

Wir hatten viele gute Inhalte, aber oft aus der falschen Perspektive. Die Zusammenarbeit mit Unic hat uns geholfen, systematisch die Nutzersicht einzunehmen. Das Ergebnis: Seiten, die wirklich weiterhelfen, statt nur zu informieren.

Lilian Spörri, Senior Digital Content Manager, Schweiz Tourismus

Die Prinzipien hinter dem Konzept

Aus der Zusammenarbeit mit Schweiz Tourismus lassen sich einige Grundsätze ableiten, die auch für andere Projekte gelten:

  • Nutzerfokus: Jede Information muss einen praktischen Nutzen haben

  • Qualität vor Quantität: Lieber eine überschaubare Menge konsequent umsetzen als alles auf einmal.

  • Klarheit: Kurze, fokussierte und verständliche Texte ohne Floskeln

  • Struktur: Einheitlicher Aufbau erleichtert die Orientierung

  • Handlungsorientierung: Aktive Ansprache statt passiver Beschreibung

Fazit: Content-Strategie beginnt beim Nutzerbedürfnis

Die Neukonzeption zeigt: Guter Content beginnt bei den Fragen der Nutzenden. Informationen werden zum Service, wenn sie die richtigen Fragen beantworten – zur richtigen Zeit und im richtigen Umfang. Und manchmal braucht es dafür keine Revolution, sondern nur einen Perspektivenwechsel.

Beschreiben Ihre Inhalte noch, oder helfen sie schon? Wir unterstützen Sie beim Perspektivenwechsel. Kontaktieren Sie uns.

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Bild: Schweiz Tourismus