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Magazin

Let Me Think!

Lorenzo MuttiFebruar 2018

Design Thinking wurde bereits in den 80er-Jahren an der Stanford University entwickelt und ist ein methodischer Ansatz mit ursprünglichem Fokus auf die Produktentwicklung. Heute ist er in aller Munde und durch inflationären Einsatz auf Management-Ebene schon fast zu einem Unwort verkommen. Dabei ist Design Thinking viel mehr, als nur mal «interdisziplinär» beschriftete Post-its auf eine Wand zu kleben.

Human-Centered Design – Form Follows Function

Vielmehr strebt Design Thinking danach, die richtigen Probleme auf neuartige Weise zu lösen. Seine Wurzeln reichen zurück bis zur Bauhaus-Bewegung, in der diese Denkweise durch den grossartigen Walter Gropius neu geprägt wurde. Architekten und Designer setzten sich wieder viel stärker mit dem Menschen und seinen Problemen auseinander. Die Lösungen, die dabei entstanden, wurden tatsächlich vorherrschenden Bedürfnissen gerecht. Der Grundsatz «form follows function» wurde zu dieser Zeit durch den amerikanischen Architekten Louis Sullivan geprägt, der sich wiederum auf den römischen Baumeister Marcus Vitruvius Pollio und seine Beständigkeit, Nützlichkeit, Schönheit berief. In ihm kommt die Erkenntnis zum Ausdruck, dass gutes Design immer zweckgebunden ist. Dieselbe Idee findet sich auch im Human-Centered Design (HCD) wieder, das den Menschen und seine Bedürfnisse ins Zentrum des Gestaltungsprozesses stellt.

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Januar 2020Mayumi Sugaya

Mut zur Veränderung mit Human-Centered Design

Was braucht es, damit Human-Centered Design (HCD) funktioniert? Dass es nicht beim Lippenbekenntnis bleibt? Die Optimierung von post.ch haben wir konsequent nutzerzentriert durchgeführt. Mit Prototypen und gemeinsamen Prinzipien.

Mut zur Veränderung mit Human-Centered Design

Das Problem richtig verstehen und die Lösung laufend validieren

Aus dieser Haltung heraus baut Design Thinking vor allem auf zwei Prinzipien auf, die den Prozess atmen lassen: ein genaues Verständnis für das Problem, das es zu lösen gilt, und ein beständiges Überprüfen der Lösung am tatsächlichen Kunden oder Benutzer. Diese zwei Prinzipien werden durch zwei Phasen abgebildet, die den Prozess des Design Thinking definieren:

  • den «Problemraum», in dem es darum geht, das Problem ganzheitlich und präzise zu verstehen und die Problemstellung möglichst greifbar zu formulieren und

  • den «Lösungsraum», in dem aus möglichst vielen Lösungsideen zum formulierten Problem eine immer konkretere Lösung erarbeitet und validiert wird.

Diese zwei Phasen öffnen zunächst den Blick weit (Divergieren), um ihn danach schrittweise immer mehr zu fokussieren (Konvergieren). Als Bild dafür wird oft der «doppelte Diamant» verwendet.

Der HCD-Prozess
Der HCD-Prozess

Ein klares Verständnis für das Problem ist entscheidend für den Projekterfolg

Die grosse Versuchung in diesem Prozess liegt darin, sich zu früh in die Lösungsfindung zu begeben – sei es aufgrund des Termindrucks oder Budgets oder einfach, um der eigenen Lust an der Gestaltung nachzugeben. Aus unserer Erfahrung rächt es sich jedoch schnell, wenn ein Design-Team Abkürzungen durch den Problemraum nimmt, bevor es das eigentliche Problem wirklich und in seiner Gesamtheit erkannt und verstanden hat. Ein klares Verständnis für das Problem ist entscheidend, um eine Lösung erarbeiten zu können, die dem echten Kunden- und Nutzerbedürfnis entspricht, statt nur auf Annahmen und Innensicht aufzubauen. Und nicht zuletzt gehört dazu natürlich auch ein gutes Fassen der Business-Sicht mit ihren Bedürfnissen zu Machbarkeit und Wirtschaftlichkeit.

Fazit: Hinschauen, Zuhören, Hinterfragen

Mit welchen Methoden (wie z.B. Interviews, Customer Journeys, Prototyping etc.) diese zentralen Grundpfeiler – Problemverständnis, Lösungsfindung und Validierung – erarbeitet werden, spielt dabei für Design Thinking eine untergeordnete Rolle. Das Team kann sie nach Problemkontext, methodischer Erfahrung und anderen Rahmenbedingungen auswählen und sich den Prozess so zu eigen machen. Design Thinking gibt nur den Rahmen vor.

Wir hoffen, dass Design Thinking zukünftig wieder mehr mit genauem Hinschauen, Zuhören und Hinterfragen assoziiert wird als mit leicht verdaulichen Post-it-Sessions. Ideenvielfalt kann nur dann einen echten Wert entwickeln, wenn ich eine gut begründete Entscheidung treffen kann, welche Idee ich als bestmögliche Lösung weiterverfolgen will. Und am Ende kann ein Bemühen um echtes Verstehen uns nur bereichern – über reines Produktdesign hinaus.

Und was sind unsere Methoden?

Unter den Hashtags #usercentereddesign und #unicuxwerkzeugkasten veröffentlichen wir verschiedene Artikel zu unseren Design-Methoden. Im Zentrum stehen dabei immer unsere User – die optimale User Experience ist das Ziel.

Weitere Artikel zu unseren UX-Methoden

März 2018Unic

Personas – wer sind meine User?

In jedem Projekt wollen wir verstehen, wer die User der Applikation sind. Darum benutzen wir bei Unic in unserem Design-Prozess das Modell der Personas.

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Unic

Januar 2018Unic

Prototyping – mehr als eine Design-Methode

Was sind Prototypen und wozu werden sie eingesetzt? Bei Unic setzen wir die Prototyping-Methode ein. Wir designen und entwickeln nicht ins Blaue, sondern stellen den User ins Zentrum unserer Konzepte. So erarbeiten wir Benutzeroberflächen, die zielführend und bedienbar sind.

Prototyping – mehr als eine Design-Methode

Unic

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