Das Bild zeigt den Application Engineer Gerald Wilhelm im grünen Shirt. Er sitzt lächelnd am Schreibtisch. Im Hintergrund erkennt man ein Notebook sowie einen Bildschirm mit Code-Zeilen.

GraphQL, Kubernetes, jOOQ – so arbeitet Gerald Wilhelm bei Unic

Porträt Nadine Schlegel, Human Resources, Unic

Nadine SchlegelDezember 2025

Man hat nie ausgelernt

Gerald gehört zu den Menschen, welche stets ihren Horizont erweitern und mit Begeisterung Neues lernen. In der schnell bewegten IT-Welt den Überblick zu behalten, ist eine Herausforderung. Erschwert wird dies zudem von den Marketing-Abteilungen der einzelnen Hersteller. Gerald erkennt dabei schnell den Kern der Sache. So hören wir von ihm oft den Satz: «Eigentlich ist das doch nur...», gefolgt von einer Analogie zu einer dem Gegenüber bekannten Technik.

Gerald, was fasziniert und motiviert dich in deinem Arbeitsalltag als Application Architect & Engineer?

Am meisten mag ich es, mich mit technischen Problemen auseinandersetzen zu können – bei Unic vorrangig im Bereich der Softwareentwicklung. Je kniffliger die Probleme sind, je tiefer ich im Code rumwühlen darf, desto besser. Mitunter vergesse ich darüber die Zeit, oder ich schaue meine Kolleg:innen etwas verwirrt an, wenn sie mich ansprechen, während ich an einem Problem arbeite.

Bei vielen Kundenprojekten dürfen wir eine komplett neue Lösung «auf der grünen Wiese» bauen. Dafür eine geeignete Softwarearchitektur zu entwickeln, zählt zu meinen interessanten Aufgaben. Um alle notwendigen Informationen für eine effektive technische Umsetzung zu erhalten, muss ich intensiv mit unseren Kunden kommunizieren. Auch während und nach unseren Projekten finden viele Abstimmungen und Diskussionen mit Ansprechpersonen auf Kundenseite statt.

Je kniffliger die Probleme sind, je tiefer ich im Code rumwühlen darf, desto besser.

Gerald Wilhelm
Expert Application Architect

Welche Trends prägen deine Arbeit momentan?

  1. Composable Architectures beschäftigen mich aktuell am meisten – also die Zusammenstellung einer Lösung aus einzelnen Services. Mit diesem Ansatz können wir Lösungen wesentlich flexibler und effizienter realisieren.

  2. Supply Chain Attacks wie Shai Hulud wurden unfreiwillig in letzter Zeit sehr wichtig, und wir mussten sehr schnell darauf reagieren. Solche Sicherheitsvorfälle zeigen, wie kritisch die Absicherung unserer Software-Lieferkette geworden ist..

  3. An AI kommt man aktuell nicht vorbei, ob man es nun gut findet oder nicht. In manchen Situationen habe ich sehr gute Erfahrungen damit gemacht, aber manchmal haut es auch voll daneben. Man muss einfach kritisch bleiben und nicht blind vertrauen.

Alle diese Technologien und finden Eingang in meine tägliche Projektarbeit bei Unic.

Wie gelingt es dir, technologisch stets vorne mit dabei zu sein?

Viel lesen, mich informieren und interessante Sachen ausprobieren, mir also daran «die Finger schmutzig machen». Häufig ist es entscheidender, zu wissen, dass etwas überhaupt möglich ist, als das «Wie». Um das «Wie» kann man sich dann kümmern, wenn man weiss, was man machen möchte, also ein konkretes Ziel anhand der vielen Möglichkeiten gefunden hat.

Aktive Beiträge in der Community und vielfältige Kundenprojekte

Welche Communities nutzt du, um dein Wissen zu teilen und neues zu erhalten?

Die üblichen Verdächtigen eines Software Engineers sind für mich immer noch wichtig: Stackoverflow, Github, Gitlab, Reddit, Foren von OSS-Projekten usw. Aber zunehmend auch die Interaktion mit Chatbots – allerdings mit der nötigen kritischen Zurückhaltung, wie bereits vorhin gesagt.

Wie ist die Arbeit bei Unic von dieser Open Source Community geprägt?

Meine gesamte Arbeit ist stark abhängig von den hervorragenden Projekten der Open Source Community. Aktuell hat mein Kreis leider keine aktiven Open Source Projekte.

Was zeichnet aus deiner Sicht das Software Engineering bei Unic aus?

Für mich besonders wichtig sind drei Aspekte:

  1. Die Möglichkeit, mit fachlich sehr erfahrenen und kompetenten Kolleg:innen zusammenarbeiten zu können.

  2. Die relativ grosse Freiheit, die Tools einsetzen zu können, die für eine sehr gute Umsetzung unserer Kundenprojekte notwendig sind.

  3. Die Chance, bei sehr vielfältigen Kundenprojekten mitarbeiten zu dürfen.

Auf was möchtest du in deinem Arbeitsalltag nicht mehr verzichten?

So banal das jetzt klingen mag: das Internet. Der schnelle und vielfältige Zugang zu Wissen ist phänomenal, auch wenn es sich oberflächlich betrachtet vorrangig um Katzenvideos und Selbstdarstellung dreht. Wobei ich mich eher als Informationssucher, denn als echter Digital Native sehe.

Wie würdest du deine aktuellen Herausforderungen beschreiben?

Auf einem wichtigen Projekt wird die Zeit durch Verzögerungen eines Zulieferers immer enger, und einige grundlegende Punkte sind noch zu klären. Aber ich bin ein unverbesserlicher Optimist, wir schaffen das.

Wie beurteilst du den Einfluss von Holacracy auf deine tägliche Arbeit?

Mehr Freiheit, aber auch mehr Verantwortung. Entscheidungen werden strukturiert getroffen und werden damit transparenter und nachvollziehbarer. Die typischen Formulierungen aus den Holacracy-Meetings «Hast du alles, was du brauchst?» und «Ja, ich habe alles, was ich brauche.» benutzen wir auch ausserhalb der Meetings. Sie scheinen also mehr Klarheit zu fördern. Meine anfängliche Skepsis gegenüber Holacracy ist mit der Zeit immer geringer geworden.

Über uns

Wir organisieren uns nach Holacracy

Holacracy

Welche Veränderung von Webentwicklung im Allgemeinen hast du über die letzten Jahre festgestellt?

Immer mehr Business-Logik zieht von der Middleware in den Browser, also zum Client, aber zum Teil auch in die Datenbank. Die Middleware wird immer dünner und leichter. Die Entwicklungen im Frontend sind unglaublich vielfältig und rasant. Teilweise sind Frameworks oder Vorgehensweisen schon nach wenigen Wochen obsolet.

Wie würdest du Teamwork @ Unic beschreiben?

Speziell beim Kreis «Web Experience» in Bern: Rau, aber herzlich. An der Wand hängt der Spruch: «Wirst du gemobbt, bist du Teil des Teams!» – wobei ich mich definitiv nicht gemobbt fühle! Das Team in diesem Kreis hat auf der einen Seite einen grösseren Hang zu gegenseitigen Neckereien, als ich es in anderen Kreisen kennengelernt habe, auf der anderen Seite aber auch einen grösseren Hang zu Fachsimpeleien auf sehr hohem Niveau, als ich das in anderen Teams und Kreisen erfahren habe. Generell fühle ich mich bei Unic sehr wohl, sonst wäre ich wohl nicht schon mehr als 17 Jahre hier.

Blick über die Schultern

Was macht man bei Unic eigentlich? Mit der Rubrik «Blick über die Schultern» geben wir einen Einblick hinter die Kulissen – aus der persönlichen Sicht verschiedener Rollen bei Unic. In den Interviews stellen die Mitarbeiter:innen nicht nur ihr Fachgebiet vor, sondern zeigen auch, was sie antreibt und was sie an der Arbeit bei Unic fasziniert.

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Fredi BachDezember 2018

Ein Frontend-Entwickler schaut in die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft

Die Disziplin der Frontend-Entwicklung hat in den letzten Jahren eine rasante Veränderung erlebt. Fredi Bach, Senior Frontend Engineer bei Unic reflektiert über die Bedeutung und die Perspektiven der Frontend-Entwicklung.

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Fredi Bach

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Nicole BuriFebruar 2019

#wesharecode: Wir setzen uns ein, dass Wissen fliesst

Das Teilen von Wissen fördert Innovation und Vernetzung. Deshalb setzten wir uns aktiv für das Weitergeben von Know-how ein.

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Nicole Buri1

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