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Spartacus – das moderne & schlanke Storefront der SAP-Welt

Martin KrieglerJanuar 2021

Spartacus «in a nutshell»

Spartacus ist der neuste Storefront-Clou der SAP-Welt. Für alle, die sich nun fragen, was sich hinter dem römischen Namen verbirgt, kommen gleich zu Beginn ein paar Facts für einen ersten Überblick.

Spartacus:

  • ist die Basis, um einen exemplarischen Storefront zu erstellen

  • besteht aus einem Set an Bibliotheken

  • ist eine single-page-application (SPA)

  • kann Microservices dank REST-APIs verwenden

  • kann zusammen mit SmartEdit verwendet werden

  • nutzt unter anderem Angular

  • ist eine Progressiv Web App (PWA)

Diese kurze Auflistung zeigt natürlich noch nicht alles – ein erster Überblick ist allerdings gegeben. Schaut man sich Spartacus etwas genauer an, fallen möglicherweise ein paar Punkte auf, die im Weiteren beleuchten werden. Hierbei stehen primär fünf Fragen im Fokus, die in Zukunft interessant sein werden.

Wie interagieren Spartacus und SAP Commerce Cloud zusammen?

Ohne SAP Commerce Cloud kein Spartacus: Es handelt es sich zwar um eine Headless-Umsetzung, aber Spartacus benötigt SAP Commerce Cloud APIs CMS-Inhalt, um zu funktionieren, da es hundertprozentig PI-getrieben ist. Der Vorteil liegt auf der Hand: Aufgrund der Entkopplung von Frontend und Backend ist es in Zukunft möglich, unabhängige Updatezyklen zu wählen. Somit kann Spartacus unabhängig und so oft wie nötig releast werden, ohne dass auch das Backend releast werden muss. Somit ist eine sehr gute Scalability garantiert!

Was ist der Unterschied zwischen Spartacus und dem «alten, klassischen» Accelerator?

Bereits als die Plattform noch den Namen Hybris trug, wurden in der Version 4.4 die ersten Accelerator-Templates veröffentlicht. Das Ziel dabei war es, dem Kunden einen schnellen und einfachen Weg über einen exemplarischen Storefront geben zu können. Hier finden sich auch die ersten Unterschiede zwischen dem klassischem Accelerator und Spartacus. Accelerator basieren auf Templates, die zwar erweiterbar, aber mit Hinblick auf Upgrades schwierig umsetzbar und stark an die Plattform gekoppelt sind. Unabhängige Releases kommen daher nicht zum Tragen. Spartacus hingegen basiert auf sogenannten Libraries (Bibliotheken), die einfach erweiterbar und dabei von SAP Commerce Cloud abgekoppelt sind. Auch wurde bei Spartacus auf eine Umsetzung in JavaScript, genauer eine Umsetzung in Angular, geachtet, um bestens für die Zukunft gerüstet zu sein.

Accelerator oder Spartacus?

Wenn es um die Frage geht, ob einer der diversen Accelerator oder Spartacus für ein neues Projekt genutzt werden soll, so ist die Antwort etwas vielschichtiger. Grundsätzlich ist es so, dass Spartacus den Accelerator für neuere SAP-Commerce-Cloud-Versionen vollständig abgelöst hat. Das bedeutet allerdings nicht, dass Spartacus die einzige Möglichkeit bleibt. Vielmehr ist es so, dass bereits heute viele unserer Kunden auf ein Custom Frontend setzen, um deren Plattform so zu gestalten, wie es für ihre Anforderungen benötigt wird. Letztlich wird die Entscheidung in Zukunft zwischen Spartacus oder Custom Frontend fallen. Es ist nur allzu empfehlenswert, sich in diesem Zusammenhang einen erfahrenen Partner an die Seite zu holen, um die beste Entscheidung für Ihr Unternehmen und Ihre Plattform zu fällen.

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Dezember 2021Markus Henkel

Wahl des Frontend: SAP Accelerator vs. Spartacus

Die SAP Commerce Platform bietet insgesamt drei Optionen in Sachen Storefront an. Entscheider:innen können das Frontend entweder mit altbewährten SAP Commerce Accelerators starten und realisieren. Auf die noch recht junge Spartacus-Storefront setzen. Oder natürlich ein maßgeschneidertes Frontend entwickeln lassen.

Wahl des Frontend: SAP Accelerator vs. Spartacus

Was kann Spartacus aktuell?

Spartacus steht seit dem Release von SAP Commerce Cloud 2011 in der Version 3.0 zur Verfügung. Dabei wurden inzwischen sehr viele Features umgesetzt, eine komplette Feature-Parity zum Accelerator existiert aber noch nicht. In der aktuellsten Version standen vor allem die B2B-Funktionalitäten im Vordergrund. Hier eine Übersicht, was Spartacus, Stand heute, bereits unterstützt:

Customer-facing

  • Home

  • Categories

  • Search

  • Product details

  • Product variants

  • Storefinder

  • Registration

  • Selective Cart

  • Checkout (including B2B Checkout)

  • Orders

  • Account

  • Architectural

  • B2B Commerce Organization

  • B2B Scheduled Replenishment

  • Session Management

  • Event Service

Responsive design

  • CMS-driven

  • SmartEdit-editable

  • SSR

  • SEO

  • Routing

  • Site context

  • Localization

Wohin geht die Reise mit Spartacus?

Spartacus hat mit Version 3.0 eine gewisse Reife erreicht, die nun auch erste B2B-Use-Cases abdeckt und somit für einen größeren Kundenkreis als potentielle Storefront-Lösung in Frage kommt. Für 2021 und darüber hinaus arbeitet das Spartacus-Team an weiteren B2B-Features (Registration, Bulk Price List, Multi-dimensional product support, Re-Order, Saved Carts) und an architekturellen Themen wie Performance-Optimierungen durch Lazy-Loading sowie an weiteren Events für den Event-Service. Auch Integrationen zu Produkten der SAP CX Suite, wie z.B. eine Integration zur SAP Customer Data Cloud (Authentifizierung und Consent Management) sind geplant.

Wir erkennen klar den Trend zum Einsatz von Spartacus und mit der Umsetzung der kommenden Features Bedarf es keinen Grund mehr zur Nutzung des in die Jahre gekommenen und leicht eingestaubten Accelerators.

Erfahren Sie mehr zu SAP Spartacus

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SAP Spartacus

Das Dossier mit seinen unterschiedlichen Fachartikeln und Whitepaper unterstützt Sie dabei, sich einen Überblick zur Storefront Spartacus zu verschaffen. Wir bieten Ihnen eine Entscheidungsgrundlage, die Wege zur Migration Richtung Spartacus aufzeigt und die Risiken und Chancen detailliert beleuchtet.

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Markus Henkel

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