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Von realen Rollen und Spannungen – aus der Holacracy-Praxis bei Unic – Teil 3

Unic hat Holacracy eingeführt. Und nun? In mehreren Blog-Beiträgen gebe ich einen Einblick in diese grosse Veränderung und bringe Fragen/Meinungen auf, welche es in der neuen Organisations- und Arbeitsform zu diskutieren und zu lösen gilt.

Den folgenden Fragen gehe ich im dritten Artikel nach: Wie gehen wir damit um, dass wir uns plötzlich nicht mehr zu allem und jedem äussern müssen und dürfen? Und wie kann Holacracy dabei helfen, den Gegensatz zwischen Verlässlichkeit und Anpassungsfähigkeit zu überwinden?

Reale Rollen und Spannungen

In unserer täglichen Arbeit sind wir es uns gewohnt, uns zu vielem zu äussern. Auch wenn es gar nicht in unserer Verantwortung liegt. In einem rollenbasierten System wie Holacracy geht es nun darum, sich seiner Rollen und deren Sinn und Zweck bewusst zu werden und stärker aus dieser Perspektive zu agieren. Das heisst, dass ich mich nicht mehr zu allem äussern muss, nur damit ich was gesagt/gemacht habe.

Es geht auch darum, sich zu überlegen, ob ich eine reale Spannung habe oder nur eine reine Befürchtung oder ein theoretisches Szenario ausmale. Eine reale Spannung ist etwas, was man tun könnte, um den Sinn und Zweck der Rolle noch besser zu erfüllen, oder ein Problem, das einem genau daran hindert. Ich habe ein System, welches ich schnell und stetig anpassen kann. Somit muss ich nicht mehr für alle möglichen Eventualitäten vorsorgen.

Der Gegensatz von Verlässlichkeit und Anpassungsfähigkeit

Wir brauchen Verlässlichkeit. Das ist uns seit Längerem klar. Dies ist mit ein Grund, warum wir uns viel um Prozesse kümmern. Dies gilt es auch weiterhin im Auge zu behalten, das heisst, die Verlässlichkeit einer Firma bleibt ein gewichtiger Erfolgsfaktor. Doch nun kommen immer mehr Bedürfnisse in Richtung Anpassungsfähigkeit auf (manchmal auch einfach mit Agilität beschrieben). Wir müssen uns schneller, flexibler und kontinuierlich den immer rascher verändernden Marktbedürfnissen anpassen.

Die beiden Bedürfnisse Verlässlichkeit und Anpassungsfähigkeit stehen jedoch teilweise im Gegensatz – es gilt quasi die Quadratur des Kreises zu lösen. Nach meinen bisherigen Erfahrungen kann Holacracy hier einen guten Mix kreieren: Wir haben nach wie vor klar definierte Prozesse, gleichzeitig jedoch ein System, welches sich stetig in kleinen Schritten flexibel anpassen lässt.

Unsere Erfahrungen mit der neuen Europäischen Datenschutzverordnung DSGVO

Fritz von Allmen ist seit 2018 Datenschutzbeauftragter der Unic. Er besitzt den Fachkundeausweis als betrieblicher Datenschutzbeauftragter des Branchenverbandes Bitkom Akademie. Dieser qualifiziert ihn dazu, Unic und ihre Kunden zu datenschutzrechtlichen Fragestellungen zu beraten. Als Chief Information Security Officer bei Unic ist er mit dem Thema Informationssicherheit vertraut und setzt sich tagtäglich für den Schutz von Daten bei Unic ein. Im Interview gibt er uns Auskunft darüber, was seine Erfahrungen mit der neuen Europäischen Datenschutzverordnung DSGVO drei Monate nach Inkrafttreten sind.

Vieles lernen und entlernen – aus der Holacracy-Praxis bei Unic – Teil 1

Unic hat Holacracy eingeführt. Und nun? In mehreren Blog-Beiträgen gebe ich einen Einblick in diese grosse Veränderung und bringe Fragen/Meinungen auf, welche es in der neuen Organisations- und Arbeitsform zu diskutieren und zu lösen gilt.

Thema dieses ersten Berichts: Welche Sachen gibt es zu lernen? Und noch viel wichtiger: Welche Sachen gibt es zu entlernen?