Magazin

Onlinehandel: sieben Trends für 2023

Markus HenkelDezember 2022

Mobile Commerce

Wer über einen Onlineshop bereits Produkte oder Services vertreibt, spielt wahrscheinlich marketingtechnisch mit dem Gedanken, alternative Vertriebskanäle mit zu berücksichtigen. Gerade im Zeitalter von Smartphone und Tablet und dem damit verknüpften »Mobile Commerce« dürfte der Onlinehandel laut Statistiken auf mobilen Endgeräten weiter zunehmen. Die größten Shops haben mittlerweile eigene Apps im Portfolio oder stellen für mobile Endgeräte responsiv-optimierte Webseiten zur Verfügung – inklusive vereinfachtem Bestellvorgang. Zum sogenannten M-Commerce gehört aber nicht nur der optimierte Zugang zum Shop. Auch das Bezahlen via Smartphone, »Handy Payment« genannt, rückt immer mehr in den Fokus. Die Wallets Apple Pay und Android Pay sind allgegenwärtig. Bezahlen mit dem Smartphone – hinterlegter Kredit-, Debit- oder EC-Karte sowie NFC-fähigem Terminal – ist mittlerweile Standard. Was neu ist: Im Onlineshop Ware bestellen und die Transaktion über die hinterlegte Karte bzw. Bank-Applikation am Smartphone bestätigen – die Aufforderung zur Bestätigung erfolgt dabei in Echtzeit und geht meist mittels Wischgeste (Swipe) leicht von der Hand.

Flexibilität der Kund:innen bleibt die größte Herausforderung. Auch weil Kund:innen während des Einkaufs via Preisvergleich nach Angeboten suchen können. Es ist keine Seltenheit mehr, dass lokal geschaut und nach einem Preisvergleich die Ware im Internet bestellt wird.

Mobile Commerce in B2B

Auch im B2B-Segment sind Smartphone und Tablet nicht mehr wegzudenken. Doch sind hier die Anforderungen gegenüber B2C andere. Zwar tätigen immer mehr Unternehmen ihre Recherchen und Einkäufe via Smartphone. Doch müssen M-Commerce-Anbieter beispielsweise Produktinformationen detaillierter und leicht zugänglicher präsentieren. E-Commerce-Lösungen rund um Experience Platforms, Kundenportale sowie Umsysteme wie PIM rücken ins Zentrum.

Unsere Leistung

E-Commerce

Wir entwickeln und betreiben zukunftsträchtige E-Commerce-Lösungen mit Spryker und SAP Commerce.

E-Commerce

Social Commerce

Mobile Endgeräte und soziale Netzwerke gehören wie Pech und Schwefel zusammen. Soziale Plattformen wie Twitter, Instagram, LinkedIn und TikTok prägen schon jetzt das »Social Shopping«. Warum? Hierzulande liegt die durchschnittliche Nutzungsdauer in sozialen Medien (Social Media) bei satten 89 Minuten pro Tag. Die Netzwerke dienen zur Inspiration und gleichzeitig als Sprungbrett zum Shop bzw. zum »Social E-Commerce«. Für B2B sticht dabei das Business-Netzwerk LinkedIn heraus; Marketing und Sales sprechen ihre Zielgruppen mittels Targeting direkt an. Und das Streuen von Angeboten in Social Media hat Zukunft: »Zwei Milliarden Menschen kaufen bereits weltweit über soziale Medien ein. Eine Social-Media-Studie prognostiziert bis 2025 einen Billionen-Umsatz«, so das Handelsblatt.

Conversational (Voice) Commerce

Noch ist Conversational Commerce innerhalb der Customer Journey eine Randerscheinung. Viele Seiten stellen zwar einen Online-Chatbot zur Verfügung; doch schafft es aus meiner Sicht nicht jeder Bot zu überzeugen – speziell bei Themen rund um »Künstliche Intelligenz« muss sich noch einiges tun. Dennoch, Unternehmen investieren zunehmend in den zukunftsträchtigen »Voice Commerce«. Nutzer:innen werden so im Shop oder noch während der Produktrecherche zum Dialog mit Expert:innen bzw. Chatbots animiert. Und das Potenzial für Unternehmen ist riesig: 91 Prozent der Verbraucher:innen wünscht sich während des Shoppings Unterstützung durch ein Conversational-Interface. Und Live-Chats steigern die Conversion-Rate auf bis zu 82 Prozent.

Composable Commerce

Der Begriff »Composable Commerce« wurde 2020 von Gartner geprägt und steht für die Flexibilität eines Commerce-Ökosystems. Unternehmen setzen in Zukunft nicht zwingend auf große Softwaresuiten; vielmehr baut Composable Commerce auf modulare Softwarekomponenten auf. Sie müssen nicht von einem Anbieter stammen. Jede Softwarekomponente erfüllt dabei eine spezifische Funktionalität. Damit Shop-Betreiber vor experimentellen Investitionen verschont bleiben, vertrauen sie auf »Best of Breed« – aus jedem Anwendungsbereich suchen sie sich die beste Lösung heraus und integrieren diese in die eigene IT-Infrastruktur: mit dem Ziel, den eigenen Usecase mit allen verknüpften Microservices bzw. gebündelten Geschäftsfunktionen bestmöglich zu erfüllen.

Unternehmen sind so in der komfortablen Lage, aus einem Standard-Shop eine »Business Intelligence Platform« zu schaffen – gewinnbringende Trends und Kundenbedürfnisse frühzeitig erkennen und zeitnah in den eigenen Commerce zu integrieren. Der Composable-Ansatz bietet die Chance, Architekturstrategien neu zu denken.

MVP – Minimum Viable Product

Um das eigene Risiko während der Entwicklung von Produkten oder Services zu minimieren, greifen Unternehmen heutzutage auf die Möglichkeit des »Minimum Viable Product«, kurz MVP. Es erlaubt einem Unternehmen in kürzester Zeit einen Webshop zur Verfügung zu stellen – bestückt mit den minimalsten aber existenziellsten Funktionalitäten. So kann der Plattformbetreiber nicht nur schnell Business betreiben. Die MVP-Software erlaubt praxisnahe Rückschlüsse, um die Plattform kontinuierlich zu verbessern und schrittweise mit neuen Zielgruppen-orientierten Funktionen zu erweitern.

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Im Vorfeld unserer E-Commerce-Projekte kommt immer wieder die Frage auf: «Was verstehen Sie bei Unic denn unter MVP?» Wir geben nachfolgend unsere Kerngedanken mit und stellen die essenziellen Erfolgsfaktoren für ein gelingendes MVP vor.

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B2B2C – Business-to-Business-to-Consumer

B2B2C steht für Business-to-Business-to-Consumer und beschreibt die Geschäftsbeziehungen zwischen Hersteller:innen, Händler:innen und Konsument:innen gleichermaßen. Das E-Commerce-Modell kombiniert die Segmente Business-to-Business (B2B) sowie Business-to-Consumer (B2C). Hersteller:innen erweitern so ihr eigenes Vertriebsnetz aus Handelspartner:innen. Das Motto: neue Märkte erschließen, neue Kund:innen erreichen.

Vorteile: Speziell industrielle und herstellende Unternehmen fahren über innovative Multi-Plattformen unterschiedliche Strategien und berücksichtigen dabei sogar verschiedene Ausbaustufen. Eine Ausbaustufe könnte beispielsweise die Integration von händlereigenen Subshops beschreiben, die ans Herstellersystem andocken. Marktplätze und branchenspezifische Beschaffungsportale sind weitere Ausbaustufen.

D2C – Direct to Consumer

Durch den Direktvertrieb »Direct to Consumer«, kurz D2C, verkaufen Hersteller:innen oder Marken ihre Produkte und Services direkt an den Endkunden. Zwischenhändler:innen gibt es nicht. Der Vertrieb behält die Kontrolle über den Verkaufsprozess. Ein weiterer Vorteil ist die einfachere Verwaltung von Produktbeständen. Größere Aufwände treten meist bei der Logistik auf. Wobei diese oftmals von externen Dienstleister:innen übernommen wird.

Was vielen Marken und Hersteller:innen fehlt; der direkte Kontakt mit Endkonsument:innen. Dank der D2C-Strategie unterhält ein Unternehmen einen direkten Draht zu seinen Kund:innen – was allerdings im Umkehrschluss eine Zielgruppen-orientierte Ansprache voraussetzt. Ziel des D2C-Modells ist es, die Kosten zu senken und die Gewinne zu steigern, indem die Verkaufsprovisionen der Einzelhändler und die Kosten für externe Ausstellungsflächen wegfallen.

Was bringt die Zukunft und wie können wir Sie unterstützen?

Auch in den kommenden Jahren wird alles noch schneller, innovativer und vernetzter sein. Unic kennt die oben genannten Trends genau – und speziell die Themen B2B- und B2C-Plattformen, MVPs sowie Composable Commerce liegen uns am Herzen.

Sprechen Sie uns gerne an: Gemeinsam identifizieren wir die für Sie relevanten Anwendungsfälle. Unsere Expert:innen freuen sich auf Ihre Anfrage!

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Jörg Nölke

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