Magazin

Prototyping – mehr als eine Design-Methode

UnicJanuar 2018

Was ist der Unterschied zwischen einem Prototypen und Prototyping?

Prototyp

Ein Prototyp ist ein repräsentatives Modell. Er simuliert eine finale Applikation. Er macht somit eine Designlösung erlebbar, bevor sie programmiert wird. Es gibt funktionale und nichtfunktionale Prototypen, die, abhängig vom Projekt, eingesetzt werden:

  • Papier-Prototyp: Diesen erstellen wir mit Papier und Bleistift.

  • Wireframe-Prototyp: Dies ist eine Art Gerüst in Graustufen. Noch ohne Design, aber mit mit einem höheren Detaillierungsgrad. Funktionale Elemente und Module werden darin abgebildet.

  • Design-Prototyp: Dieser hat einen hohen Detaillierungsgrad. Er macht das Look & Feel des Designs eindrücklich erlebbar.

Prototyping

Unter Prototyping versteht man eine Design-Methode, die ebensolche Arten von Prototypen einsetzt. Sie macht visuelle Ideen in kürzester Zeit sichtbar und das Interaktionskonzept erlebbar. Es geht also nicht «nur» darum, wie die Applikation in Zukunft aussehen könnte, sondern wie der Benutzer mit ihr interagiert. Der Prototyp erlaubt es uns, effizient mit Benutzern zu validieren, ob sie sich auf dem entwickelten User Interface, sprich der Benutzeroberfäche, zurechtfinden und wo sie Schwierigkeiten haben.

e-business-14
Ein Prototyp für einen Online-Shop entsteht

Prototypen für Ideenfindung, Testing und Feedback

Prototypen eignen sich, um Konzeptideen zu vermitteln, Hypothesen effizient zu testen und in Echtzeit Benutzerfeedback einzuholen.(1) Wir gehen dabei iterativ vor. Das heisst, wir nähern uns in einem mehrfach durchlaufenen Prozess einem Lösungsvorschlag an. Damit machen wir Konzeptideen konkret erlebbar. Abhängig von Ziel und Projektfortschritt können unterschiedliche Prototyp-Arten zum Einsatz kommen (siehe die unterschiedlichen Prototypen oben).

e-business-16
Ein Prototyp für einen Online-Shop wird getestet

Die technische Machbarkeit des Konzeptes prüfen

Prototyping ist mehr als eine Design-Methode: Sie eignet sich dazu, mit internen Entscheidern ins Gespräch zu kommen. Zudem lässt sich mit dem Entwicklungsteam prüfen, ob das Konzept technisch machbar ist. Der Prototyp steht damit vor der eigentlichen Programmierarbeit. Agile Entwicklungsprozesse können so effizient unterstützt werden.

Die optimale User Experience, und dabei Zeit und Kosten sparen

Unsere Kunden, unter anderem die SBB AG und die Post AG, schätzen unser benutzerzentriertes Vorgehen. Nicht nur, weil wir damit nach der optimalen User Experience (UX) streben, sondern da wir ihnen wertvolle Zeit, Entwicklungskosten und Aufwände sparen helfen. Überzeugen Sie sich selbst:

  • Wir entwickeln die neue Website sbb.ch laufend anhand von Prototypen weiter. Zur SBB-Referenz.

  • Auch für die Schweizerische Post arbeiten wir mit Prototyping. Zur Post-Referenz.

Quellen:

(1) Warfel T. Z.: Prototyping: A Practicioner’s Guide, Rosenfeld Media, New York, 2009.

So arbeiten wir: Unsere Design-Methoden

#usercentereddesign #unicuxwerkzeugkasten

In einer Reihe von verschiedenen Beiträgen stellen wir euch vor, wie wir bei Unic arbeiten. Ein gutes Design und die optimale User Experience sind dabei unser Ziel.

Weitere Artikel zu Design-Methoden

e-business-34

Februar 2018Lorenzo Mutti

Let Me Think!

Gutes Design ist immer zweckgebunden. Der Mensch und seine Bedürfnisse müssen bei digitalen Produkten im Zentrum stehen. Warum das so ist, lesen Sie in unserem neuen Artikel.

Let Me Think!

März 2018Unic

Personas – wer sind meine User?

In jedem Projekt wollen wir verstehen, wer die User der Applikation sind. Darum benutzen wir bei Unic in unserem Design-Prozess das Modell der Personas.

Personas – wer sind meine User?
HS6A2683-BB_fullHD

Januar 2020Mayumi Sugaya

Mut zur Veränderung mit Human-Centered Design

Was braucht es, damit Human-Centered Design (HCD) funktioniert? Dass es nicht beim Lippenbekenntnis bleibt? Die Optimierung von post.ch haben wir konsequent nutzerzentriert durchgeführt. Mit Prototypen und gemeinsamen Prinzipien.

Mehr erfahren

Kontakt für Ihre digitale ​Lösung mit Unic

Sie möchten Ihre digitalen Aufgaben mit uns besprechen? Gerne tauschen wir uns mit Ihnen aus: Jörg Nölke und Gerrit Taaks (von links nach rechts).​

Gerrit Taaks